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Es gibt keine exakten Dokumente, die den Anfang der Entstehung des Muay-Thai belegen können. Es wird vermutet, daß das Thai-Boxen in seiner ursprünglichen Form aus dem Süden Chinas nach Thailand mitgebracht wurde. Diese Einwanderer, die im Verborgenem mit den Widerstandskämpfern in den Dörfern Thailands in Verbindung standen, wendeten diese Kunst in unzähligen Schlachten erfolgreich an. Die damals benutzten Waffen, wie Speere, Schwerter, Lanzen und Bogen, waren im Nahkampf unbrauchbar. Der Einsatz der natürlichen Körperwaffen, wie Ellbogen, Knie, Faust und Fuß waren weit wirkungsvoller und praktischer. Diese spezielle Art zu kämpfen, mußte sehr erfolgreich gewesen sein, denn sie wurde zu einer Kriegskunst weiterentwickelt. Dies war die Geburt des Muay-Thai - einer Kampfkunst, die effektiver als alle anderen Kampfkünste war.
Heute
Die Entwicklung und die Zusammenarbeit des Muay-Thai wird heute durch eine große Anzahl von Vereinen in der ganzen Welt fortgeführt. In Europa sind es die European Muay Thai Association, in Deutschland ist es der Muay-Thai Bund Deutschland e. V. unter seinem Präsidenten Ajarn Detlef Türnau. Er hat es geschafft, durch seine Begeisterung, seinen Enthusiasmus und seinen Einsatz der Kampfkunst des Muay-Thai einen großen Stellenwert in der Landschaft des deutschen Kampfsports zu geben.
Auszug aus den Wettkampfregeln
Kaum ein Kampfsport ist in der Öffentlichkeit so stark ins Gerede gekommen, wie das Muay-Thai oder Thai-Boxing. Dies konnte vorwiegend durch eine große Anzahl unseriöser Schulen geschehen, die Ihren Mitgliedern ein falsches Verständnis für das Training und den Wettkampf vermittelten. In Folge dessen kam es zu vielen falschen Aussagen über das Thai-Boxing, die dazu beitrugen, daß das Muay-Thai als wilder, brutaler und regelloser "Hauersport" angesehen wurde und teilweise wird. An dieser Stelle soll versucht werden, einen Auszug der wichtigsten Wettkampfregeln zu geben, um dem Leser in seiner Meinungsbildung zu unterstützen.
Kampfkleidung bzw. Ausrüstung: Sie besteht aus dem Mundschutz, den Boxbandagen, den Boxhandschuhen (8 Unzen oder 10 Unzen), der kurzen Hose und dem Tiefschutz. Kampfzeit: D-Klasse 2 x 2 min., C-Klasse 3 x 2 min., B-Klasse 5 x 2 min., A-Klasse 5 x 3 min., Pause 1,5 min. Kampfregeln:
erlaubte Techniken Knie- und Ellenbogentechniken (in Europa nicht zum Kopf), alle Trittechniken mit dem Fuß oder dem Schienbein, alle Fausttechniken, der Handrückenschlag, das festhaltendes gegnerischen Beins, Clinchen -
nicht erlaubte Techniken Kopfstöße, Fußfeger, Würfe, Tritte in den Unterleib oder gegen die Gelenke, Nachschlagen wenn der Gegner am Boden liegt, Schlag- und Trittechniken gegen den Hinterkopf - Anhand dieser einschränkenden Regeln und Bestimmungen kann schnell erkannt werden, daß die Vorurteile eines regellosen "Hauersports" ungerechtfertigt sind. Vergessen werden darf dabei trotzdem nicht, die Härte der ausgeführten Ellenbogen und Knietechniken, die für westliche Augen unverständlich sein können.
Die Thailänder sagen: "Nichts als unsere eigene Kampfsportart kann uns besiegen!"
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