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In den siebziger Jahren kamen in Deutschland erstmals Kampfsportbegeisterte mit einer neuen Kampfsportart in Berührung. Dieser neue Kampfsport, der von amerikanischen Kampfsportlern entwickelt wurde faßte sehr schnell Fuß in Deutschland. Es wurden Techniken des Karate, Taekwondo und Kung-Fu mit Boxtechniken kombiniert. Die Wettkämpfe wurden in Semi- und Vollkontakt ausgetragen. Eigentlich nichts neues, da es ja bereits das Savate Box Francaise (Französisches Boxen) in Europa gab, in dem nach ähnlichen Regeln gekämpft wurde. Doch die Aktivitäten im Savate beschränkten sich mehr auf die Beneluxländer. Mit dem Kick-Boxing hatte man eine faire und sportliche Art der körperlichen Auseinandersetzumg gefunden, wobei die Schutzausrüstung im Kick-Boxing den Kämpfern hervorragenden Schutz vor Verletzungen bot.
Natürlich versuchten auch die Amerikaner diese Kampfsportart weltweit zu verbreiten. Es wurde weltweit viele Verbände, z. B. die P.K.A, W.K.A, I.S.K.A usw. gegründet. Die I.K.B.F war einer der ersten Weltorganisationen, die sofort Kontakte in alle Kontinente der Erde aufbaute. Auch in Europa war die I.K.B.F nicht faul. Große Galas in der Berliner Deutschlandhalle, brachten Bewegung in die deutsche Kick-Box-Szene. Traten doch bei diesen Großveranstaltungen Stars, wie Benny "the Jet" Urquidez, Branko Cikatic usw. auf. Aber auch im Amateurbereich konnten sich Aktivitäten der I.K.B.F bisher sehen lassen, dazu gehörten die Amateur Kick-Boxing und Fullcontact Weltmeisterschaft 1996 in Korea und der World's Nation Cup 1997 in Rumänien.
Heute ist die I.K.B.F eine Riesenorganisation interssant für Profis und Amateure, die ihre Kämpfe auf nationaler oder interantionaler Ebene ausüben können. Durch die Zusammenarbeit mit vielen I.K.B.F-Repräsentanten ist auch gewährleistet, daß selbst Anfänger die Chance erhalten im Ausland zu kämpfen.
Das I.K.B.F Kick-Boxing-System
Kick-Boxing als Wettkampfform wird im Semi-, Leicht- und Vollkontakt ausgetragen. Darüber wird unterschieden zwischen Kämpfen mit Low-Kicks (Tritte auf die Oberschenkelmuskulatur) und ohne Low-Kicks. Diese Vielseitigkeit im Wettkampf hat der I.K.B.F und anderen Kick-Boxing-Organisationen sehr viel Zulauf von Vertretern traditioneller Kampfkünste gebracht. Doch das I.K.B.F-Kick-Boxing ist einen Schritt weiter gegangen. Im I.K.B.F-Kick-Boxing-System muß jeder Schüler Selbstverteidigungstechniken beherschen. Diese Techniken wurden im Laufe der Jahre vom Internationalen Dan-Kollegium eingefügt. Selbst asiatische Großmeister haben großen Einfluß auf die Entwicklung der Selbstverteidigung genommen. Das I.K.B.F-Kick-Boxing-System wurde zu einer kompletten Kampfkunst entwickelt und versetzt den Kick-Boxer in die Lage, sich mit Schlag- und Kick-Techniken, im Bodenkampf (entwickelt aus Ringen, Judo und Jiu-Jitsu) gegen Angriffe mit dem Messer (entstanden aus Escrima, Bujinkai-Kempo und Krabbi-Krabong) zu verteidigen. Es handelt sich bei den Selbstverteidigungstechniken um wirklich funktionierende Techniken. Show-Techniken fehlen, da diese in realistischen Situationen kaum angewendet werden können. Verantwortlich für die Selbstverteidigung des I.K.B.F-Kick-Boxing-Systems sind die Großmeister Dong Hee Park (Korea), Rolando Catoy (Philippinen), Kriansak Sirisumbhand und Vichit Checheern (Thailand), sowie für den Bodenkampf Erich König (Ringer) und Detlef Türnau (Commissioner der I.K.B.F).
Unterschiede zum Muay-Thai (Thai-Boxing)
Es gibt eine Vielzahl von Unterschieden zum Thai-Boxing. Die wichtigsten sind hier aufgeführt:
Kampfkleidung bzw. Ausrüstung: Anstelle der kurzen Hose, wird eine lange Hose getragen, weiterhin ist es Pflicht Safetys (gepolsterte Schuhe) zu benutzen, der Kämpfer kann Schienbeinschützer anziehen.
Kampfzeit: D-Klasse 2 x 2 min., C-Klasse 3 x 2 min., B-Klasse 5 x 2 min., A-Klasse von 7 x 2 min. bis 12 x 2 min, Pause 1 min.
Kampfregeln:
erlaubte Techniken Alle Trittechniken mit dem Fuß oder dem Schienbein, alle Fausttechniken, der Handrückenschlag, Fußfeger -
nicht erlaubte Techniken Knie- und Ellenbogentechniken, Clinchen, festhalten des gegnerischen Beins, Würfe, Kopfstöße, Tritte in den Unterleib oder gegen die Gelenke, Nachschlagen wenn der Gegner am Boden liegt, Schlag- und Trittechniken gegen den Hinterkopf. Weiterhin stellen der Einsatz von Boxtechniken und der größere Bewegungsablauf im Ring ein Schwerpunkt in der Taktik des Kick-Boxing dar.
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